Fünf Fragen zur Corporate Blog Glückseligkeit
Bei all der Diskussion, ob Marken und Unternehmen nun auf Twitter mit ihren Stakeholdern zwitschern sollen oder eine Brand Communitiy auf den einschlägigen Networks gründen müssen, kommt das Thema Corporate Weblog anscheinend in das Hintertreffen. Dabei ist es doch klar: kein anderes Medium ist in der Lage, dem Unternehmen unabhängig vom Look & Feel eines Microblogging –Dienstes oder eines Social Network ein Gesicht in den nutzergenerierten Medien zu verleihen. Doch bevor man als Unternehmen den Sprung in das kalte Wasser wagt, sollten sich interessierte Unternehmen Gedanken darüber machen, welche Konsequenzen ein solches Weblog hat. Vielleich sollten sie die folgenden 5 Fragen erst einmal mit einem ja beantworten, bevor Sie ein solches Tool in ihre Kommunikationsbemühungen mit einbinden.
1. Bin ich bereit Mehrwert für den User zu bieten?
Ein Corporate Weblog darf nicht nur ein erweiterter Aufbewahrungsort von Presseinformationen sein. Ein Blog muss einen echten Mehrwert haben. Ein solcher Mehrwert kann durch ganz unterschiedliche Vorgehensweisen erzeugt werden. Am Anfang aller Dinge sollte eine wie auch immer geartete Dialogfähigkeit im Mittelpunkt stehen. Der Dialog bildet die erste Stufe des Mehrwerts. Letztendlich muss auch der Return on Investment beim User stimmen, der dem Corporate Blog seine Aufmerksamkeit schenkt. Nur wenn der User einen echten Wert aus dem Besuch des Blogs ableiten kann, wird er zu einem regelmäßigen Leser.
2. Will ich den Dialog auch außerhalb meines Weblogs weiterführen?
Bloß Content auf den einen Blog zu stellen, führt bei keinem Blog zum Erfolg. Ein guter Corporate Weblog lebt nicht nur vom Content, sondern auch von seinen Autoren. Diese Autoren dürfen aber nicht auf dem Weblog eingesperrt werden. Besser ist es, wenn sie mittels Kommentaren oder Tweeds auch auf anderen Plattformen an dem Dialog mit den Stakeholdern teilhaben. Bestes Beispiel hierfür ist der Chef Blogger von Dell. Lionel Menchaca verbringt nicht nur Zeit den Corporate Blog mit Content zu befüllen, sondern folgt und nimmt an Diskussionen auch auf Twitter teil. Denn nur wer auch außerhalb seines Blog Reservats an Diskussionen teilnimmt, wird auch den eigenen Blog zum Leben erwecken.
3. Will ich Zeit in einen Blog investieren?
Wie ein guter Bordeaux braucht auch ein Corporate Blog Zeit, bevor er wirklich richtig gut wird. Ein Blog ist eben kein Kampagnentool, sondern ein Bekenntnis zu einem langfristigen und nachhaltigen Dialog mit der Zielgruppe. Eines ist dabei sicher: Das Vertrauen der User und Kunden, um einen Dialog auf einem Corporate Blog entstehen zu lassen, fällt nicht vom Himmel. Nach der anfänglichen Euphorie des Neubeginns kann der Frustfaktor manchmal sehr hoch sein. Oft hat man den Eindruck man würde in ein dunkles Loch rein rufen und nichts kommt zurück. Auch wenn die niedrigen Zugriffe frustrierend sind – Durchhalten muss die Devise sein.
4. Habe ich eine schlüssige Strategie?
Klare Ziele sind die Grundlage für jeden Erfolg eines Weblogs. Wie will ich welche Zielgruppe mit meinem Blog erreichen. Einen Blog in die interne bzw. externe Kommunikation eines Unternehmens zu integrieren, ausschließlich deswegen, weil Social Media gerade in aller Munde ist, ist kein zielführendes Kriterium. Ein Blog braucht einen Masterplan. Soll ein Blog eine Art Corporate Publishingtool sein oder ein Tool, um Kunden einen Einblick in das Unternehmen zu geben. Es gibt sehr viele unterschiedliche Wege, wie man als Unternehmen ein solches Tool eingesetzen kann. Wichtig ist es nur, ein Ziel zu definieren. Nur dann ist auch möglich, den Erfolg eines Blogs zu bemessen.
5. Habe ich ein thematischen Schwerpunkt ?
Leser müssen wissen, was sie von dem jeweiligen Corporate Blog erwarten können. Ein Corporate Weblog kann ein exzellentes Tool sein, die fachliche Expertise des jeweiligen Unternehmens in einem bestimmten Themenfeld zu unterstreichen. Allein schon aus diesem Grund sollten Unternehmen, die sich für ein solches Dialogtool entscheiden, für einen übergeordneten Themenschwerpunkt sorgen, welcher zum Produkt oder zur Dienstleistung und zu der jeweiligen Zielgruppe passt. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Daher steht auch hier ein Lernprozess an erster Stelle. Hat man aber einmal einen Themenschwerpunkt gesetzt, sollte man ihn möglichst auch beibehalten um einen nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten.
Schließlich sollten sich Unternehmen unter anderem auch diesen Konsequenzen bewusst werden, bevor sie den Sprung in das kalte Wasser wagen. Für mich ist ein Corporate Weblog das Herzstück einer unternehmerischen Kommunikation in Social Media. Daher sollten solch einem Blog auch eine klare Strategie und feste Ziele zu Grunde gelegt werden. Man besteigt ja schließlich auch keinen Berg, ohne vorher die Route festgelegt zu haben. Falls man es doch machen sollte, darf man sich auch nicht beschweren, wenn man abstürzt. Das gleiche gilt für ein Corporate Blog: Ohne Plan kommt es zum Misserfolg. Die Schuld ist dann aber nicht im Tool zu suchen, sondern an der falschen Handhabung. Daher gilt es, sich konkrete Zeile zu setzen, denn nur durch eine Zielsetzung lässt sich schließlich erst Erfolg bemessen.

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Sehr interessante Tipps, die einige Denkanstöße gegeben haben. Wir sind nämlich selber gerade dabei einen Blog für unsere Firma aufzubauen.