Social Media Vermarktung: Social Medians müssen jetzt Zeichen setzen…

By Martin Meyer-Gossner

Nach ungefähr zwölf Jahren in der Vermarktung von Medien (Offline wie Online) verfolge ich mit großem Interesse die derzeitigen Vermarktungsansätze der Social Media Welt. Nachdem renommierte Blogs wie medienlese.com (zu wenig Umsätze) und rivva.com (wird nicht weiterentwickelt) wohl dem Ende entgegen gehen, so stellt man sich als überzeugter Blogger doch mal die Frage nach der Monetarisierung seines Web 2.0 Onlineaufwandes – Kai Müller hat hierzu eine Steilvorlage gegeben und ein intensiver positiver Diskurs mit dem Social Media Experten Richard Jörges hat mich zu diesem Post veranlasst. Und dabei will ich in einem ‘Abwasch’ auch mal auf die Vermarktung von Micro-Blogging und Social Networks mit eingehen…

OK, laut Supplement der Süddeutsche Zeitung ‘Wozu Zeitung’ gibt es die deutschen Blogger eh nicht mehr lange, denn Deutsche sehen Blogs als Arbeit und diese muss sich refinanzieren. Auch wenn man nicht mit der grundsätzlichen Haltung des deutschen Zeitungs-Flagschiffs zum Thema Web 2.0 einhergeht, auf gewisse Art und Weise stimmt diese konkrete Aussage. Social Media muss sich irgendwie monetarisieren lassen, aber nicht auf klassische Art und Weise sondern mit ebenso unkonventionell wie Web 2.0 die Kommunikationswelt revolutioniert hat. Denn, nur der gute Ruf finanziert keine Brötchen für hungrige Mäuler. Nein, der kostet Zeit und Geld… Will das wirklich niemand hören?

Es muss also ein neues Konzept her, und zwar in jeder Hinsicht. Als ein Gesamtkonzept der Vermarktung des Social Medians an sich, und in meinen Augen keine  Einzelvermarktung des Blogs, Micro-Blogs oder irgendwelcher Social Network Profile. Nein, das Gesamtbild zählt…

Stellen wir die Werbewelt mal auf den Kopf. Machen wir mal ein Gedankenspiel zur Vermarktung aller individuellen Social Media Aktivitäten. Drei auf einen Streich sozusagen…

Blogs…
Wollen Blogger nicht in die Fußstapfen der klassischen Web 1.0 Publishing Branche treten, so brauchen Blogs erstmal ein akzeptiertes Standardwerbemittel, wie früher das Full-Size Banner. Vielleicht das 125×125 Banner, welches sich bereits in Amerika auf den führenden Blogs durchgesetzt hat? Und auch nicht 20 Werbeplätze, sondern sagen wir mal maximal 4 (nicht umsonst habe ich das Format bei mir gewählt). Man will ja nicht den rechten Frame als blinkende Litfass-Säule für ‘Jedermanns Brand’ haben. Nein, idealerweise möchte man seine selbst präferierten Marken dort sehen. Und wir werden nicht für diese Brands Posts  schreiben (Trigami Modell) bzw. Marken auswählen, die dem Thema unseres Business, Blogs oder Interessensgebietes zu Gute kommen.

Micro-Blogs…
Micro-Blogs haben die Möglichkeit das Hintergrundbild frei gestalten zu können. Warum nutzen das nur die wenigsten? Geht das gegen die Ehre? Gegen die gute Online-Reputation (und redaktionelle Integrität)? Oder gibt das Probleme, wenn ich auf einmal Logos meiner präferierten Marken dort einblende? Auch hier gilt: ein einheitlicher Standard und schon kann das Problem gelöst werden. Cut out a piece and serve your favorite brand!

Social Networks…
Die beste und einzig wahre Werbefläche ist in meinen Augen… das Foto. Denn, womit verkauft man zuerst? Mit sich. Und wo schaut man zuerst bei einem Social Media Profil hin? Richtig, auf das Gesicht. Warum sind also noch nicht Profilbilder zu sehen, in denen Personen für ihre präferierten Marken mit ein oder zwei Logos stehen? So, wie manche bei Twitter mit ihrem Gesicht für Events werben, die sie besuchen… OK, der Arbeitgeber könnte anfangs etwas verstört fragen, wieso da Logos drauf sind. Doch wenn es einen Standard gäbe, würde sich die ganze Sache schnell erledigen. Oder nicht?

Irgendwie wirkt die Szene der Social Medians hilflos angesichts nicht vorhandener Budgets und sinkender Umsätze für Onlinemedien. Dabei wäre es gerade jetzt an der Zeit ein Zeichen zu setzen und eine neue Vermarktungsvariante zu erschaffen. Aber entweder wollen die Social medians nicht, oder können sie nicht. Und das obwohl feststeht, die Unternehmen würden sehr gern bei diversen Social Medians werblich präsent sein wollen.

Grundsätzlich muss man sich als Blogger drei Fragen stellen: Will ich als Social Median Geld verdienen? Oder weiterhin für ein verbessertes Personal Branding sein Wissen kostenlos der Welt preisgeben? Oder zukünftig aus Zeitgründen eine kleine Online Reputation mit einem Micro-Blog leben, ebenfalls ohne Refinanzierung bzw. Monetarisierung? Wer nichts verdienen will, muss sich nicht wundern, wenn er als ‘Was nix kostet, ist nichts wert’ abgestempelt wird. Oder sein Blog irgendwann einstellt, weil die Ehre halt doch irgendwie marginal, schwer nachvollziehbar und nicht mittelbar monetarisierbar ist. Das bittere Los der Blogger…?

Wenn man sich die vorherrschenden Vermarktungs-Modelle der Bloggospäre ansieht, so fallen drei Arten auf: klassisches Bannering über Vermarktungs-Netzwerke wie AdNation, Mokono, Trigami oder Stoer Interactive, Affiliate-Programme (viel Inventar gegen wenig finanziellen Gewinn) und Google AdSense. Alle drei Optionen dürften aufgrund unzureichender Reichweiten nicht die Kosten der Blogger decken können – geschweige denn, einen Payback für den Aufwand und die eingesetzten Ressourcen bieten. Schon die Onlinemedien haben vor Jahren erkannt, daß sich nur mit diesen Vermarktungsmodellen schwerlich eine Kostendeckung erzielen lässt. Wollen die Social Medians hier wirklich mitspielen?

Und was mir wahrlich nicht in den Sinn will… Warum versuchen es die Blogger und ihre Netzwerk-Vermarkter immernoch mit alten CPX-Modell (CPM, CPA oder CPO) und Bannern nach IAB Standard, Geld zu verdienen? Wissen wir nicht alle, daß hier nicht die Zukunft der Vermarktung von Internet-Plattformen liegen kann? Zumindest nicht, wenn die Qualität der Plattformen nicht leiden soll?

Social Medians müssen ein Zeichen setzen und eine neue Vermarktungsstrategie finden, die sich nicht durch komplizierte IAB Social Media Metriken auszeichnet. Es ist erfahrungsgemäß schon schwer genug, nach CPX Modell zu vermarkten. Warum also nicht Prozesse vereinfachen und Unternehmen geben, was sie wollen, nämlich sich mit Social Medians zu identifizieren und positionieren.

Stellen wir uns mal vor, wir könnten max. vier Firmen auf ein, zwei oder drei Jahre an uns Social Medians binden. Wir wären sozusagen ‘gesponserte Social Median VIPs’. Die ‘Werbeflächen bei uns bekommen nur die, die wir als unsere ‘Favorite Brands’ auf bestimmte Zeit definieren. Wäre das nicht ein erstrebenswertes Ziel einer Monetarisierung von Social Media? Social Median sind Trendsetter. Sie setzen Zeichen für Veränderungen. Mit einer Vermarktung ‘Only my favorite brands can book space with me!’ könnten sie ein Zeichen für ein neues Monetarisierunbgszeitalter setzen.

Was haltet Ihr Social Medians von diesem Gedanken eines Vermaktungsmodells?

PS: Performance ist gut, aber nicht um jeden Preis. Oder wollen wir wirklich, daß die wahre freie Meinung mit qualitativ hochwertigen Inhalten stirbt, weil sie sich nicht monetarisieren läßt?

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9 Responses to “Social Media Vermarktung: Social Medians müssen jetzt Zeichen setzen…”

  1. Das klingt für mich weniger nach Vermarktung, denn eher nach Lobbyarbeit…
    Mir gefällt der Gedanke als quasi Online-Spokesperson im Namen zahlender Unternehmen im Netz zu veröffentlichen. Hat aber definitiv eher den Charakter von Messehostessesieren…”na möchten sie nicht ein Pralinchen probieren?”.
    Ich denke so klappt das nicht. Zumal das ein ständiges Arbeiten an der eigenen Reputation bedeutet, die ja dann ein Firmenvermarkten erst rechtfertigen würde. Für mich ist Lockerheit und Offenheit Grundlage von Social Media. Ehrlich gesagt, als Person im Auftrag eines Unternehmens unterwegs zu sein, pervertiert mir diesen Gedanken.
    Meiner Meinung nach kann es nur über definierte Werbemittel funktionieren. Banner nein danke. Aber neue Formen. Die sollten sich dann tatsächlich auch zügig in Richtung definitiv passender Verknüpfungsmöglichkeiten zur jew. Firma bewegen. Trigami-Modell hier also klar bevorzugt.
    Gäbe es eine reichweitenstarke Blog-Szene, dann wäre sogar auch Bannerwerbung profitabel. Hier finde ich positive Ergebnisse aber nur in reichweitenstarken Blognetzwerken. Großer Freund von Mokono also.

    Ich glaube es wird schwierig bleiben, siehe Viral Marketing. Erst müssen Regelmäßigkeiten im Online-Verhalten etabliert werden, dann kann man über feste Vermarktungsmodelle nachdenken. Bis dahin fischt jeder da, wo gerade viel gewimmel ist und man was abbekommen kann.

    #62
  2. Mit Verlaub, du folgst hier nur dem klassischen Bennerwerbeansatz. Diese funktioniert zwar für einige große Medienseiten, KANN aber mangels Reichweite nicht auf (ich nenn jetzt alles drei mal) Individualseiten funktionieren. Damit dreht sich die Diskussion wieterhin im Kreis. Gerade die Suche nach neuen Ansätzen ist mE die Herausforderung, und nicht die simple Adaption des alten.

    #63
  3. Guter Artikel.
    Leider weiss ich, dass die Marketeers nicht die Eier dafür haben. Social Media wird heute an etablierte Schichten vermarktet, denen in der Mehrzahl jedes Verständnis abgeht. Es sind keine Argumente gefragt, daher müssen Kosten/Nutzen-Rechnungen herhalten, damit die Agentur überhaupt was “verkaufen” kann.
    An diesem Punkt entlarvt sich das gesamte System. Es gibt kein SoMe-Produkt aus dem Regal, das sich alle Lösungen stark an den
    Bedürfnissen der Kunden orientieren müssen. Es geht nicht um Generationenkonflikt oder Arm gegen Reich, diese Denkmuster sind viel zu platt und beschränken die komplexe gesellschaftliche Veränderung auf die denkbar unpassenste Dimension des Eigentums.
    Das Vermarktungsmodell empfinde ich – den Gedanken in Ehren – als betteln um Arbeit. Ich denke es wäre besser, loszupowern und den Leuten die klare Nachricht zu senden: “Entweder, ihr seit für uns, oder ihr seit gegen uns!” Ich arbeite mit Kunden den meine Argumente überzeugen! Da muss ich auch in Zukunft nicht über den Preis definieren….

    #64
  4. Ein paar Anmerkungen zu den Kommentaren…
    @Rebecca und @Birger… Es geht nicht darum, im Namen von anderen Unternehmen im Netz zu veröffentlichen – eben gerade nicht das Trigami Modell. Alle Social Medians haben genug Beschäftigung mit ihren Social Media Aktivitäten und dürfen gerade nicht noch mehr Verpflichtungen nachgehen müssen. Sie sind nicht im Auftrag des Unternehmens aktiv (bloß nicht!). Nein, man ‘erlaubt’ nur wenigen, selbst bevorzugten und definierten Marken, daß diese als langfristiger Partner sich an der Seite des Social Medians platzieren. Sportler müssen Verträge annehmen, die ihre Vereine eingegangen sind und mit diesen Marken herumlaufen. Der Social Median bestimmt dies selbst… Richtig: Offenheit, Lockerheit und vor allem Selbstbestimmung sind der Mehrwert des Social Medians.

    @tobetop: Es darf keine Reichweiten- oder Performancediskussion geben, sehe ich auch so. Mit Bannering im klassischen Sinn hat die Idee nichts zu tun. Grundsätzlich müssten Unternehmen es genial finden, wenn ein Social Median sagt: Ja, Euer Brand ist mein Favorite… und ihnen ‘Space’ zur Präsentation ihres Brands ‘gewährt’… und das langfristig.

    #65
  5. Hallo,

    habe mir den Beitrag zweimal durchgelesen um die Sachen nicht falsch zu verstehen. Zum einen gibt es keinen Social “MEDIAN” – auch wenn jemand denkt er müsste mal wieder ein neues Wort erfinden. Auch von den Worten Experten, Evangelisten und Co halte ich nicht sonderlich viel.

    So kommen wir zu den Vermarktungsstrategien:

    a)CPX-Modell

    Sind weiterhin interessant auch wenn diese weiterentwickelt werden müssen (nebenbei werden sie von einigen Unternehmen auch). Performance Marketing ist schließlich für “Internet”Produkte” (Vertrieb) wichtig.

    b) Bilder mit Logos

    Na danke – was in Sportarten nicht funktioniert hat soll dann Online klappen. Zum einen erhalte ich keinen Response beim Klick auf das Bild (klar kann ich das Bild mit einem Link verknüpfen – aber das geht nur auf der eigenen Seite), zum anderen finde ich das als Werbetreibender aber dermaßen uninteressant. Besonders da die Profilbilder meist viel zu klein sind und mein Logo nicht mit dem Unternehmens CI eingebunden werden kann (zu klein etc.)

    c) Vermarktung von Portalen

    Hier muss grundsätzliche Informationsarbeit geleistet werden. Leider testen die wenigsten Unternehmen neue MOnetarisierungsformen – aber das ist ein grundlegendes Problem. Außerdem meinen die meisten Startups sich keine Gedanken beim Start des Dienstes machen zu müssen. Die werden doch sowieso aufgekauft… das dies heute nicht mehr so ist, bringt eine aus ihrem Konzept ;)

    d) Sponsored VIPs

    Der Gedanke ist nicht so schlecht – wenn die Personen auch eine erhöhte Bekanntheit genießen. Aber einen Social Median (so nennst du die Personen ja) zu sponsorn? Hallo dafür muss ich nicht unnötig Geld ausgeben ;)

    Grüße
    Mark

    #70
  6. Ihr seht das alles viel zu geradlinig, SM Vermarktung funktioniert nur in Verbindung mit einem ordentlichen Marketing-Mix.

    Das Gesamtpaket muss stimmen, reine content Blogs ohne einen Mehrwert für den User als ein paar Artikel die Woche werden weiter aussterben und das zu recht, ganz egal wie zeitaufwendig oder qualitativ hochwertig die Inhalte sind. Klassische Vermarktungsmodelle funktionieren meiner Meinung nach für Social Media eher schleppend bis gar nicht.

    Das wirkliche “Problem” bei der Vermarktung ist doch der Grundgedanke von Social Media, sein Wissen und seine Meinung über ein Thema / Produkt / Marke im Internet global oder regional zugänglich zu machen und das möglichst kostenfrei und darauf zu hoffen das es Leute gibt, die sich auf eine Konversation einlassen oder darauf reagieren, in Form von eigenen Artikeln oder Kommentaren, kurz gesagt erzeugten Emotionen.

    Der eigentliche Zwiespalt an der ganzen Geschichte ist doch das der Großteil der messbaren Erfolge von Social Media sei es Twitter,Facebook Gruppen oder der eigene Blog auf Loyalität und Leidenschaft/Emotionen der eigenen Leserschaft / Fanbase / Kunden beruht aber durch Monetarisierung / Kommerzialisierung der eigenen Meinung genau dieses Grundprinzip von den Lesern zu Recht in Frage gestellt wird.

    Auf der einen Seite muss ein Social Median dafür sorgen das er am Ende des Monats seine Miete bezahlen kann wenn er sich darauf verlässt sein Einkommen durch Social Media zu generieren, auf der anderen sieht es für außenstehende immer komisch aus wenn Leute ihre Meinung “verkaufen”, selbst wenn ich zum Beispiel ein riesen Fan von Apple bin und ein Apple Notebook zum Testen bekomme und es wirklich toll finde wird die Hausfrau oder der Bauarbeiter oder der Jugendliche der meinen Artikel liest und nichts von Vermarktung versteht auch nicht verstehen das die Meinung trotzdem die eigene ist die man versucht zu vermitteln und kein gekaufter Werbetext.

    In sofern ist alleine der Ansatz Social Media durch eine nicht klassische Vermarktung zu monetarisieren oft schon eine Gradwanderung.

    Das nächste Problem wären dann sicher die vielen “Social Media Experten” die gar keine sind, für ein Unternehmen ist es schon schwer genug sich dafür zu entscheiden das man auf den Social Media Zug aufspringen will aber die Frage ist eindeutig mit wem überhaupt?

    Viele Unternehmen haben auch aus dem Grund kein Budget für Social Media weil sie einfach schlechte Erfahrungen gemacht haben auf dem Segment, geht die erste Aktion schief wird kein Geld mehr investiert und das Thema ist abgehakt und man verlässt sich wieder auf klassische Vermarktungsalternativen.

    Es fehlt einfach an Innovation und vor allem an Leuten die außerhalb der Parameter denken die sie mal im Studium oder als Erfahrung mit klassischer Vermarktung gesammelt und gelernt haben.

    Ein Beispiel wie so etwas funktionieren kann. Ich versuch es weitestgehend zu anonymisieren damit der Mechanismus dahinter im Vordergrund steht.

    Ein Projekt das ich betreue hat derzeit über 1 Million uniques im Monat, ein eigenes Videoportal, eine Webseite mit einer großen enthusiastische Fanbase von Computerspielern und eine Zielkundengruppe von kaufkräftigen Meinungsbildnern.

    Als wir uns überlegt haben was für einen Mehrwert Social Media für das Projekt und die Partner/Sponsoren haben kann sind wir zu dem Entschluss gekommen das Social Media höchstens eine Ergänzung zum Marketing-Mix ist, aber nie als eigenständiges Vermarktungsmodell funktionieren würde.

    Die erste Aktion die wir durchgeführt haben war am 20. April, ein “klassisches” Raffle mit auf die Community abgestimmten Mehrwert.

    Es wurden zwei custom gaming computer mit Branding der Marke und in Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern verlost. Über die Webseite
    wurde die entsprechende Aufmerksamkeit generiert, das ganze dann auf Twitter gelenkt, eingebunden und Synergien erzeugt. Der Nutzer musste dem Twitter Account des Unternehmens followen und die Nachricht “@XXX I would love to win the free Brandname PC Edition http://xxx.com/
    versenden um am Gewinnspiel teilzunehmen. Die Resonanz und das messbare Feedback waren erstaunlich gut.

    Das ganze wurde dann damit gekoppelt das die Ziehung der Gewinner live per Kamera aufgenommen wurde inklusive Werbung für die entsprechenden Partner und später ebenfalls in das Videoportal der Webseite eingebunden wurde. Alles Maßnahmen die so gut wie kein Budget kosten und extrem effektiv funktioniert haben.

    Mittlerweile hat der Twitter Account nach über 4 Wochen knapp 1000 follower die sich wirklich hervorragend beteiligen, die Webseite etliche Neuregestrierungen und der Partner ein ordentliches Plus an aktiven Verkäufen durch diese Aktion. Weitere Aktionen mit größeren Brands mit ähnlichem Konzept sind derzeit bereits in Planung.

    Der Grundgedanke ist einfach einen Mehrwert für den Nutzer zu schaffen und Emotionen zu erzeugen die dafür sorgen das der Nutzer gerne bereit ist auch über Wochen eine solche Aktion zu verfolgen und aktiv an der positiven Reputation eines Produktes / Brands mitzuarbeiten weil er komplett einbezogen wird.

    Das klassische friss oder stirb Prinzip von Verlosung bei der man dem Nutzer wie einem Hund nen Knochen hinwirft und gedenkenlos fressen lässt funktioniert nicht mehr, die Leute wollen aktiv eingebunden werden und das Gefühl haben Teil von etwas zu sein.

    So etwas funktioniert auch für Blogs, anstatt selber ein Handy oder Notebook zu testen und dafür Geld zu verlangen sollte man es mit Social Media Elementen verbinden und die eigene Community, die durchweg unabhängig ist, Resonanz ziehen lassen. So bindet man aktiv ein, es gibt oft sehr gutes Feedback für die beteiligten Unternehmen und das am Anfang des Kommentars angesprochene “Trust” Grundproblem das man mit der “klassischen” Vermarktung von Social Media erzeugt wird vollständig eleminiert.

    Fakt ist man muss neue Wege gehen um sich von der Masse abzuheben, fakt ist auch das geben manchmal besser als nehmen und purer egoismus und Geldgeilheit der Strick jedes Bloggers und Social Median ist.

    Meiner Meinung nach ist das beste Vermarktungskonzept für Social Media einfach nur für Produkte einzustehen von denen man selber überzeugt ist, mehrere Social Media Elemente zu verbinden und mit klassischen Vermarktungsmaßnahmen zu kombinieren und vor allen Dingen seine Nutzer / Community aktiv daran teil haben zu lassen und auch ab und an so als Plattform für Usermeinungen zu stehen.

    Just my two cents.

    #71
  7. [...] habe ich die zwei Wochen mit einem Gastbeitrag zum Thema Vermarktung von Social Networks: Social Medians müssen Zeichen setzen auf dem Social Media Vordenker-Blog von David Nelles und Nils Maier, letzterer hat [...]

    #78
  8. [...] to be closed down. Being a blogger and a social median, I thought about this in a guest post on Digital-Conversation and received some interesting feedback. So, I would like to share my thoughts also with the [...]

    #82
  9. [...] würde mich freuen, wenn die Blogger unter meinen Lesern sich einfach mal die weiteren Infos zu dem Thema BlogAd anschauen und entweder selber in die Tasten zu den jeweiligen Aktion hauen oder sich zur [...]

    #1573

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