Von der Höhle zum Tweetdeck – was ist Social Media
Was ist für mich Social Media? Zu Beginn bietet es sich an den Begriff Social Media zu übersetzen und auseinander zu ziehen.
Was bedeutet in diesem Zusammenhang Sozial: Sozial bezeichnet die reziproke Beziehung zwischen Individuen. Diese wechselseitige Beziehung bildete schließlich die Grundlage für jegliches menschliches Zusammenleben.
Was ist in diesem Zusammenhang Medium: Als Medium verstehe ich ein Kommunikationsmittel zur Informationsübertragung unabhängig von seiner stofflichen Qualität. Ein Medium fungiert als Vermittlungsinstanz und kann beliebige Informationen zwischen Sender und Empfänger verteilen.
Was machen vor diesem Hintergrund nun soziale Medien aus? Soziale Medien sind Plattformen, auf denen die wechselseitige Kommunikation im Mittelpunkt steht. Social Media kann daher ein Wochenmarkt sein oder ein Kirchplatz nach der Sonntagsmesse. Genauso waren aber auch Höhlenmalereien ein soziales Medium. Es wird also schnell deutlich, dass Social Media keinesfalls eine neue Idee ist. Social Media ist vielmehr die logische Fortsetzung grundsätzlicher sozialer Bedürfnisse von Menschen. Da Kirchplätze und Höhlen immer weniger Platz in einer modernen Gesellschaft haben, sind nun die digitalen sozialen Medien Orte des gegenseitigen Informationsaustauschs geworden. Der immense Erfolg von Plattformen wie facebook oder studiVZ zeigt deutlich, wie stark das Bedürfnis der Menschen ist, auch digital zu interagieren. Ich sehe in der aktuellen Entwicklung im Bereich Social Media also eher eine Rückbesinnung auf althergebrachte Kommunikationsstrategien. Doch zwei Neuerungen darf man sicherlich nicht unterschlagen. Da ist zum einen die Reichweitensteigerung vom Kirchplatz zum Twitterstream und die Umlaufgeschwindigkeit der Informationen. Diese Rückbesinnung der Individuen wird die Arbeitsroutinen der Menschen, die mit Kommunikation arbeiten, verändern. Ob es nun die klassischen Medien sind oder Marketing- und Kommunikationsfachleute – alle müssen auf die veränderten Kommunikationsgewohnheiten ihrer Zielgruppen reagieren. Besonders Marketer, die sich über Jahrzehnte hinweg von der ursprünglichen, sehr authentischen Marktplatzsituation distanziert und damit von ihren Kunden entfremdet haben, müssen den Dialog mit ihnen erst wieder lernen.

[...] der eigene Benutzername in der Form @Benutzername erwähnt wurde. Nicht nur für Egozentriker eine praktische Möglichkeit, den Überblick zu behalten, was über einen so getwittert wird. Natürlich gibt es das Tweetdeck [...]